Die Bevölkerung in Deutschland

Demographie Deutschlands

Deutschland hat derzeit knapp 83 Millionen Einwohner. Bei einer Landesfläche von nur 357.375 Quadratkilometern ergibt dies eine Bevälkerungsdichte von über 231 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Deutschland im 21. Jahrhundert

Deutschland gehört zu den am dichtesten besiedelten Staaten Europas. Lediglich Großbritannien, Belgien, die Niederlande sowie die Zwergstaaten Monaco und Malta haben eine noch höhere Bevölkerungsdichte. Die am dichtesten besiedelte Stadt in Deutschland ist München mit 4.920 Einwohnern pro Quadratkilometer.
Während die Städte unter Wohnungsmangel und steigender Zuwanderung leiden, beklagen die
 ländlichen Gegenden eher den Bevölkerungsschwund. Dies hat in erster Linie mit dem akuten Mangel an Arbeitsplätzen auf dem Land zu tun. Junge Leute ziehen nach der Ausbildung in die Städte, wo sie Arbeit finden können. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung im Osten von Deutschland wo, trotz massiven Subventionen nach der Wendezeit, noch immer eine starke Landflucht zu erkennen ist. Zur Zeit der Wiedervereinigung hatte die DDR 16,35 Mio Einwohner und die Bundesrepublik um die 62 Millionen.

Heute gibt es in Deutschland 79 Großstädte mit jeweils über 100.000 Einwohnern. Die größten davon sind Berlin mit rund 3,5 Millionen, Hamburg mit 1,7 Millionen und Münschen mit 1,5 Millionen gemeldeten Einwohnern.

Bevölkerungsentwicklung und Geburtenrate

Die Geburtenrate der deutschstämmigen Bevölkerung befindet sich seit dem Ende der 60er-Jahre auf einem relativ niedrigen Niveau von statistisch gesehen 1,2 – 1,5 Kindern pro Ehepaar. Da dieser Rückgang relativ abrupt einsetzte spricht man von dem sogenannten „Pillenknick”, bezugnehmend auf die Einführung der Geburtenkontrolle durch die Anti-Babypille. Der Staat versucht seither mit kinderfreundlichen Gesetzen wie Elterngeld, erhöhtem Kindergeld und flächendeckenden Kita-Betreuungseinrichtungen dieser Entwicklung entgegenzuwirken, bisher jedoch ohne den gewünschten Erfolg

Immigration und Abwanderung

Den dennoch stetigen Bevölkerungswachtum verdankt Deutschland der stark steigenden Immigration. Die meisten der Zuwanderer stammen aus dem muslimischen Kulturkreis, aus Nordafrika oder dem Nahen Osten. Andere kommen aus Osteuropa, hauptsächlich aus Polen und Rumänien nach Deutschland. Gleichzeitig verlassen pro Jahr rund 1 Million Deutsche ihr Heimatland um im Ausland sesshaft zu werden. Oft sind es junge Menschen mit abgeschlossenem Studium oder guter Berufsausbildung, die sich entschliessen ins Ausland abzuwandern.

21 Prozent der Einwohner Deutschlands haben inzwischen einen Migrationshintergrund, das ist also jede 5. Person. Im Westen ist dieser Trend weiter verbreitet als im Osten. Bezogen auf die Bundesländer leben die meisten Personen mit Migrationshintergrund, über 24 Prozent, in Nordrhein-Westfalen. Als Personen mit Migrationshintergrund betrachtet man alle seit 1950 nach Deutschland zugewanderten Einwohner sowie deren Nachkommen. Die größte Gruppe ist die der türkischstämmigen Einwanderer, die über 1,5 Millionen Menschen zählt.